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Text: Wilhelm Müller und Helmina von Chézy
D: 12´, Eigenverlag
S – 2 Fl, 2 Ob, 2 Klar, 2 Fag, 2 Hrn - 1.Vl, 2.Vl, Vlae, Vlc, Kb
UA 7.11.2002 Schubertkirche Lichtental, Wien



Anmerkungen zur Bearbeitung

Schubert darf man nicht verändern. Man kann Akzente setzen, Linien nachziehen, den einen oder anderen Gestus präzisieren. In der Arbeit am „Hirt auf dem Felsen“ galt es aber vor allem die diesem Werk immanenten Atmosphären aufzuspüren. Es galt, die sehr unterschiedlichen Stimmungen der drei Teile des Werkes zu einem nahezu musikdramatischen Geschehen zu verdichten.

Die im Original durchwegs einfach gehaltene Klavierbegleitung bindet allerdings den Arrangeur durch deren vorgegebene Bewegung. Um diese in den potentiell vielgestaltigen Orchesterklang zu transformieren, ist lediglich eine äußerst subtile Differenzierung erlaubt.

Größtmögliche Selbstdisziplin ist Voraussetzung. Nur im più mosso der Stretta gehe ich von der vorgegebenen Begleitung ab, und löse diese auf in einer Sechzehntel-Bewegung gleichlaufend mit dem Gestus der Koloratur. Die daraus entstehende energetische Leichtigkeit gibt die Schubkraft für eine bewusst auskomponierte Finalwirkung.

Der Anfang des Stückes ist ein ganz langsames Aufgehen des Lichts, gleich dem stetigen Immer-heller-Werden eines morgendlichen Aufstiegs aus einem Tal in immer größere Höhe.